Die S-C-H-U-L-E ruft. Bald geht’s los! Die meisten Kinder freuen sich drauf, sie sind neugierig auf das, was kommt. Diesen Elan sollten Eltern unterstützen. Eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Start in die Schule ist die Sprachkompetenz, also der aktive und passive Wortschatz. Wie kann sich das Kind ausdrücken, wie viel versteht es? Das ist nicht nur für das Schreiben- und Lesenlernen wichtig, es betrifft die Vermittlung von Lerninhalten insgesamt. Denn die funktioniert hauptsächlich über Sprache.
Sowohl beim Lesen und Schreiben als auch im mathematischen Bereich gibt es zum Beispiel „Vorläuferfähigkeiten“. „Noch bevor Kinder einzelne Buchstaben oder Wörter schreiben können, begreifen sie, dass Schrift eine symbolische Bedeutung hat, zum Beispiel, wenn sie einen Einkaufszettel malen oder einen Brief ‚schreiben‘“, erklärt Diplom-Psychologin Dr. Katharina Schabram vom Schulpsychologischen Dienst der Stadt Köln.
Sprechanlässe schaffen
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Lesen, Vorlesen, Bücher
Gemeinsames Lesen, besser gesagt Vorlesen, ist ein wichtiger Baustein. „Eltern sollten Interesse an Büchern wecken und sich mit ihren Kindern über die Geschichten austauschen“, rät Schabram. Das beschränkt sich aber nicht nur auf Geschichten in Büchern. Ermutigt eure Kinder, von eigenen Erlebnissen zu berichten. Was war heute in der Kita los? Wie lief die Verabredung mit der Freundin, was habt ihr gemacht? Gespräche leben vom Erzählen und Zuhören. Es gibt also verschiedene Rollen: Sprechen, abwarten, zuhören und den anderen ausreden lassen, reagieren, nachfragen. Und das kann man prima zuhause üben. Geht als Eltern mit gutem Beispiel voran.
Gefühle wahrnehmen
Wer die eigenen Gefühle wahrnehmen und regulieren kann, findet leichter seinen Platz in der Klassengemeinschaft. Dazu gehört auch, die eigenen Bedürfnisse zurückstellen zu können. „Bei 25 Kindern in einer Klasse bin ich nicht immer dran, wenn ich etwas sagen möchte, ich muss aufzeigen – und werde auch nicht immer drangenommen“, erklärt die Psychologin. „Für Kinder – und auch noch Erwachsene – kann das herausfordernd sein. Eine gewisse Frustrationstoleranz ist hilfreich in solchen Situationen“, so Schabram. Zu den sozialen Voraussetzungen zählt, sich behaupten zu können, genauso aber auch Rücksicht auf andere zu nehmen, Regeln einzuhalten, Freundschaften zu pflegen.
Abläufe üben
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SpoSpiTo Bewegungspass, Elterntaxi, Schulweg
Durch Wiederholungen entwickeln Kinder Routinen, geübte Abläufe werden schneller. Als Beispiel führt Katharina Schabram das Fahrradfahren an. Bei einigen Kindern klappt es sofort, weil sie durch Laufrad oder Roller schon Bewegungsabläufe gelernt und trainiert haben, etwa das Gleichgewicht zu halten. Andere müssen das richtig üben. „Eltern sollten ihr Kind dazu ermutigen, Dinge selbstständig auszuprobieren. Bitte nicht sofort eingreifen – vor allem nicht ungefragt“, rät die Psychologin. „Das zeigt dem Kind: Du kannst das, du schaffst das, ich traue dir das zu.“
Selbstständigkeit fördern
Selbstständigkeit macht kleine Leute groß, vor allem in der ersten Klasse. Dabei hilft es, Dinge zuhause auszuprobieren, einen Umgang mit Misserfolgen zu lernen, bei Rückschlägen nicht aufzugeben. Schaut genau hin: Was interessiert euer Kind, womit beschäftigt es sich gern? Probiert gemeinsam neue Dinge aus. Spielt, so viel ihr könnt! Spielen ist das wichtigste Lernfeld überhaupt, es ist Interaktion pur. Und es bereitet auf das Leben vor: Sich auf Neues einlassen, gewinnen und verlieren können, immer wieder neu anfangen.
Druck rausnehmen
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Schulkind
Bei allem, was ihr mit eurem Kind übt: baut keinen Druck auf. Das Üben sollte immer spielerisch sein, zum Beispiel, was die Feinmotorik anbelangt: Basteln, mit Legosteinen bauen, Kneten, all das trainiert die Fingerfertigkeit. Euer Kind ist kein Bastelfan und findet ausschneiden, malen und kleben langweilig? Dann lasst ab und zu alltagstaugliche, feinmotorische Übungen einfließen etwa Knöpfe öffnen, Reißverschlüsse schließen.
Zeitmanagement
Die Schule beginnt um 8 Uhr? Das kann eine große Umstellung sein. Denn das System Schule ist weniger flexibel als die Kita und hier ist Pünktlichkeit gefragt. Plant morgens genügend Zeit ein, damit euer Kind in Ruhe frühstücken kann. Passt euren Tagesablauf schon im Verlauf des Sommers an die neuen Zeiten an, nicht erst kurz bevor die Schule losgeht. Es spart morgens wertvolle Zeit, wenn der Schulranzen abends schon gepackt ist und die Klamotten für den nächsten Tag ausgewählt sind.
Zur Checkliste: Hinderliches & Hilfreiches für den Schulstart