Wie unterscheidet sich das Herz eines Bären von unserem eigenen? Was empfindet ein Oktopus, wenn er mit seinen acht Gehirnen durch die Strömung gleitet? Und wie viel in unserem Bild vom Tier ist bloß menschliche Projektion?
Wer auf der Suche nach Antworten ist, findet in diesem Werk der Bremer Illustratorin und Kulturforscherin Anke Bär ebenso kluge wie berührende Erkenntnisse jenseits naturwissenschaftlicher Abhandlungen oder verniedlichender Kinderbücher. Vier Jahre lang hat sich ihr Atelier in einen Denkraum voller Bücherstapel, Notizhefte und Bildarchive verwandelt.
Das Resultat ist ein literarisches Erkundungsbuch über Ethik, Natur und Artenschutz. Auf 160 reich bebilderten Seiten stellt es die zentralen Fragen unseres Zusammenlebens:
Warum streicheln wir das Kaninchen, während das Schwein in der Massenhaltung landet?
Wie verändert sich der Blick auf ein Wildtier, wenn wir es nicht mehr als Rohstoff oder Fressfeind begreifen, sondern als eigenständiges Individuum mit komplexem Innenleben?
Mit meisterhaft detaillierten Bleistift- und Farbstiftzeichnungen sowie treffsicheren Notizen bringt das Buch die gewohnte Grenze zwischen Mensch und Tier ins Wanken. Es entschlüsselt Tierlyrik von der Antike bis heute, beleuchtet historische Wendepunkte im Artenschutz und nimmt uns mit auf eine Reise durch urzeitliche Landschaften, moderne Städte und den Dschungel unserer eigenen Widersprüche. Ein vielschichtiges Werk für Jugendliche und Erwachsene, das den Blick auf unsere Mitgeschöpfe nachhaltig verändert.