Ein Aufsatz, der viele Eltern gerade mitten ins Herz trifft: Die Autorin geht der Frage nach, ob man heute überhaupt noch guten Gewissens Kinder bekommen kann – und räumt dabei mit einigen hartnäckigen Denkfehlern auf. Ihre klare Botschaft: Nicht Kinder sind das Problem, sondern die Art, wie wir leben und wirtschaften. Statt Schuldgefühle zu bedienen, lenkt sie den Blick auf Politik, Ungleichheit und echte Lösungen. Als Brief an ihre Tochter formuliert, bleibt der Text lebendig, gut verständlich und gespickt mit anschaulichen Zahlen, ohne dabei trocken zu wirken. Manchmal überfordert die Informationsflut etwas, unterstreicht aber eben auch das beherzte Engagement der Autorin. Wohltuend bleibt am Ende ein Gefühl von Zuversicht – und die Idee, dass Kinder auch Teil der Lösung sein können.
96 Seiten, 20 Euro, für Erwachsene