© Hasenfrosch Verlag
Simon Rasch, Hase Hollywood
Manchmal beginnen große Abenteuer ganz klein – in diesem Fall im Kinderzimmer der Familie Rasch. Als der fünfjährige Simon nach einem Buch suchte, das wirklich zu ihm passte, fand die Familie nichts, was seinen Geschmack traf. Also griffen Vater und Sohn selbst zur Feder – und erschufen eine Geschichte voller Piraten, Drachen, Hexen, Einhörner und verrückter Fahrzeuge. Mit Simons Mutter Anja als Illustratorin entstand daraus über vier Jahre ein liebevolles Familienprojekt, das schließlich zum Kinderbuchverlag Hasenfrosch führte, der auf nachhaltige Bücher setzt, die genau die Mischung aus Fantasie, Humor und Herz bieten, wie „Hase Hollywood“.
Wieso, weshalb, warum, das erzählen euch die Drei am besten selbst:
Interview mit Anja Abicht, Stefan und Simon Rasch
© Hasenfrosch Verlag
Familie Rasch, Hase Hollywood
Kinderzeit Bremen: Wie ist die Idee entstanden, ein eigenes Kinderbuch zu schreiben?
Simon: Ich wollte ein Buch, das spannend ist, aber nicht traurig. In vielen Büchern sterben immer die Eltern – das wollte ich nicht lesen. Also haben Papa und ich beschlossen, uns eine eigene Geschichte auszudenken.
Stefan: Genau. Und wir haben gemerkt, dass der Kinderbuchmarkt entweder sehr einfache Bilderbücher oder lange Erzählungen mit wenig Illustrationen bietet. Genau am Übergang zwischen Bilderbuch und Roman war wenig dabei. Also haben wir einfach angefangen, unser eigenes Abenteuer zu entwickeln.
Anja: Und als die beiden mit ihren Piraten, Monstern und Drachen ankamen, habe ich sofort gewusst: Das mach ich – das möchte ich malen.
Wie lief die Zusammenarbeit in der Familie?
Stefan: Chaotisch, lustig und erstaunlich produktiv. Simon und ich haben Szenen mit Stofftieren nachgespielt, Dialoge ausprobiert, Figuren erfunden. Wenn ich eine Szene immer wieder spielen musste, weil Simon so gelacht hat, wusste ich, das passt.
Simon: Papa musste oft umschreiben. Aber wenn’s dann fertig war, war’s richtig cool.
Anja: Ich habe währenddessen jede Figur gezeichnet – immer wieder neu, bis sie so aussah, wie Simon und Stefan sie sich vorgestellt haben. Und wenn ich fertig war, musste Stefan alles wieder umschreiben, damit es zur Zeichnung passt. Es war ein Ping-Pong aus Farben, Text und Kinderlogik.
Simon, welche Figur hast du am liebsten erfunden?
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© Anja Rasch/Hasenfrosch Verlag
Chili, das kleine Drachhorn, im Ei
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© Anja Rasch/Hasenfrosch Verlag
Chili schläft
Chili, das kleine Drachhorn! Mein bester Freund Konstantin liebte Einhörner und ich mochte Drachen. Weil wir uns gestritten haben, was besser ist, hab‘ ich gesagt „Warum einigen wir uns nicht einfach auf ein Drachhorn?“
Ihr verzichtet im Buch bewusst auf Angst, Konflikte oder Drama. Nehmt ihr den Kindern damit nicht wichtige Lernerfahrungen?
Anja: Kinder haben im Alltag genug Herausforderungen. Nicht jedes Buch muss das Leben erklären. Manche dürfen einfach Freude machen.
Simon: Ich lerne genug in der Schule. Beim Lesen will ich Spaß haben.
Wie geht es weiter mit dem Hasenfrosch Verlag?
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Hase Hollywood, Making of
Stefan: Wir bauen den Verlag ganz langsam Schritt für Schritt auf – mit echten Lieblingsbüchern, nicht mit Masse.
Anja: Wenige, ausgewählte Titel – hochwertig, nachhaltig produziert und mit viel Liebe gemacht.
Simon: Und wir arbeiten natürlich an „Hase Hollywood Teil 2“. Mit noch mehr verrückten Ideen. Ich hab‘ schon eine Liste.
Wir freuen uns schon drauf!
ACHTUNG! Wir verlosen im März "Hase Hollywood" in unserem wöchentlichen Newsletter - meldet euch am besten gleich an: Anmeldelink.
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