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Kinder, Training, Sport, Boxen
Sexualisierte Gewalt ist ein ernstes Problem im Sport. Studien zeigen, dass zwischen 20 und 30 Prozent aller Athlet:innen im Laufe ihrer sportlichen Laufbahn Opfer von Grenzverletzungen oder Übergriffen werden.
Um diesem Thema mehr Sichtbarkeit zu geben, unterstützt der Landessportbund Bremen gemeinsam mit dem Bremer Fußball-Verband (BFV) und dem Sportamt Bremen die neue Kampagne Watch. Act. Protect der Hochschule Bremerhaven. Zum Auftakt machten Studierende am 16. September 2025 mit einer Guerilla-Aktion am Sprungturm im Stadionbad und weiteren Bremer Sportstätten auf die schleichenden Mechanismen aufmerksam, mit denen Täter:innen ihre Opfer in Missbrauchssituationen verstricken.
Provokante Sprüche wie „Mit Zopf gefällst du mir“ oder „Geh du doch mal vor“ wurden als übergroße Zitate installiert – an genau den Orten, an denen sexualisierte Gewalt geschehen kann.
Auf der Projektwebseite von Watch.Act.Protect finden Betroffene, Trainer:innen, Vereine und Eltern praxisnahe Informationen, Handlungsempfehlungen und Hilfsangebote. Ergänzend stellt die Kampagne ein umfangreiches Toolkit mit Aufklärungsplakaten, Checklisten, Social-Media-Vorlagen und Leitfäden zur Verfügung.
Für den Landessportbund ist es ein zentrales Anliegen, Sportler:innen, Trainer:innen, Übungsleitende und Vereine für das Thema sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren und für ein sicheres Umfeld mit klaren Regeln zu sorgen.
Die Initiator:innen rufen dazu auf, Grenzverletzungen anzusprechen und aufzuklären. Mit der Unterstützung der Kampagne unterstreicht der Landessportbund Bremen erneut die Wichtigkeit des Themenfeldes Prävention sexualisierter Gewalt und der Umsetzung entsprechender Schutzkonzepte in den Sportvereinen. Mit einer Plakat-Aktion wird ein weiteres Zeichen für ein sicheres Umfeld in den Bremer und Bremerhavener Sportstätten gesetzt. Dafür sind die Plakate mit dem Slogan "Nein, es ist nicht okay" unter anderem in allen öffentlichen Sporthallen ausgehängt worden.
Weitere Informationen zum Thema "Prävention sexualisierter Gewalt" finden Eltern, Betroffene und Vereine hier auf der Webseite vom Landessportbund Bremen.