© Marina Scharenberg
Café Radieschen
Hier wird euch im Winter warm ums Herz: Schon seit 2011 wächst in der alten Friedhofsgärtnerei in der Neustadt ein besonderer Ort heran: Das Radieschen mixt nostalgisches Puppenhaus-Flair mit vegetarischem Genuss nach Familienrezepten.
Es ist ein kalter Nachmittag, als wir dem Café einen Besuch abstatten. Mit seiner warmen Beleuchtung und den zarten Rosétönen wirkt das kleine Haus schon von außen kuschelig einladend, und schnell huschen wir hinein.
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Café Radieschen
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Drinnen finden wir uns in einer anderen Welt wieder. Das gemütliche, farbenfrohe Ambiente erinnert an eine liebevoll eingerichtete Puppenstube von früher. Die Wände sind in freundlichem Grün und Pink gestrichen – die Farben des Radieschens. Überall finden sich charmante Details: Ein altes Schnurtelefon, ausliegende Bücher, Strickzeug im Körbchen und eine Sammlung von Schwarzweiß-Fotografien längst vergangener Zeiten. Die nostalgischen Kaffeekannen, Tassen, goldenen Löffel und mehr antikes Geschirr runden das Bild ab und lassen erahnen, worum es hier geht: Erinnerungen wachhalten. Der Name ist Programm: Statt Radieschen von unten zu betrachten, möchte das Radieschen Abschied und Erinnerung mit Herz und Humor leben. Ich folge der Inhaberin schon lange auf Instagram – dort zeigt sie sich genauso urkomisch und sympathisch, wie dieser Ort es vermittelt.
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Fluffige Waffeln...
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hausgemachte Sahnetorten und...
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cremige Kaffee- und Kakaospezialitäten. So wird der Winter warm!
Wir schnappen uns einen der kleinen Tische und werfen einen Blick auf die Karte. Unter der Woche gibt es von 12 bis 15 Uhr einen Mittagstisch, am Wochenende wird von 11 bis 14 Uhr gefrühstückt – alles vegetarisch oder vegan. Kuchen und belgische Waffeln gibt es zum Glück den ganzen Tag über. Isabel bestellt ein Panini mit Tomate und Mozzarella für 5,80 Euro und dazu einen kleinen Kinderkakao mit Sahne für 1,50 Euro. Ich entscheide mich für die vegane Erbsen-Minz-Kokos-Cremesuppe mit hausgemachtem Brot (7,80 Euro). Das Essen ist geschmacklich ein Volltreffer und Isabel lobt vor allem das Pesto auf dem Panini.
Während wir auf den Nachtisch warten, erkunden wir weiter das Café. Im hinteren Raum steht eine lange Bierbankgarnitur – perfekt für Gruppen. Dort liegen auch Kinderbücher zum Thema Abschied und Tod aus. Wir erfahren vom freundlichen Kellner, dass hier regelmäßig Trauergesellschaften einkehren. Besonders charmant ist auch der Thekenbereich mit seinen Bonbongläsern – wie aus einem Tante-Emma-Laden von früher.
Wir teilen uns noch eine Portion Waffeln mit Sahne (5 Euro) und ein Stück Haselnuss-Kirsch-Kuchen (4,50 Euro). Isabel strahlt: „Mama, die sind sooooo lecker!“
Am Ende verlassen wir satt, beseelt und mit einem Lächeln das Radieschen.
Fazit: Ein Ort, der mit Leichtigkeit und Wärme einen besonderen Umgang mit Erinnerung schafft und dabei Fröhlichkeit, vegetarischen Genuss, faire Preise und ein familienfreundliches Konzept vereint.
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