Magisches Mittagessen
Mit Kindern im Pincho Nation
© Laura Einsiedler
Pincho Nation
Wenn ihr noch nichts vom Pincho gehört habt, dann wird es jetzt Zeit! Der magische Ort hat sich in der Martinistraße hinter einer unscheinbaren Fassade versteckt, über einen kleinen roten Teppich gelangen wir direkt in eine Parallelwelt. Wir stürmen diese an einem Samstagmittag mit sechs Kindern zwischen 3 und 8 Jahren und wollen nicht nur die zahlreichen „Tapas“ testen, sondern auch die Nerven des Personals und der anderen Gäste.
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Freundlich empfangen werden wir direkt am Eingang, wo eine Popcorn-Maschine alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ja, richtig gelesen: Popcorn! Vor dem Essen! 12 Kinderaugen leuchten, ein sehr gut gelaunter Mitarbeiter verteilt die duftende Leckerei an alle und bittet dann um die Aufmerksamkeit von uns Eltern, um das Konzept zu erklären. Sehr clever, die Kinder so lange zu beschäftigen. Wir haben uns auf der Webseite vorab umgesehen, weshalb wir jetzt gut vorbereitet sind und schon die App heruntergeladen haben, über die alle Bestellungen laufen, auf Wunsch auch die Bezahlung mit Kreditkarte. Alternativ kann man auch klassisch mit Karte oder Bargeld an der Kasse zahlen.
Auf geht’s zu unserem Tisch, wir laufen durch die Zirkusatmosphäre im Erdgeschoss und gelangen über die Treppe in den oberen Teil des Restaurants, wo wild gemusterte Wimmelbild-Tapeten in Grün-Gold-Bunt die Wände zieren und den Raum wie einen mystischen Regenwald wirken lassen. Wir machen es uns an einer langen Tafel gemütlich und suchen die Getränke aus. Die Kinder einigen sich schnell auf „Strawberry Clouds“, einen alkoholfreien Erdbeer-Cocktail mit beeindruckender Zuckerwatte-Wolke. Wir Erwachsenen entscheiden uns auch für alkoholfreie Cocktails, beschließen aber direkt, unbedingt mal abends ohne Kinder wiederzukommen.
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Mitten im magischen Dschungel...
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...schmecken Zuckerwatte-Cocktails nochmal so lecker.
Die Getränke werden zubereitet und dann kommt schon die Benachrichtigung aufs Handy, dass sie an der Bar abgeholt werden können – das Essen wird an den Tisch gebracht. Die Empfehlung, in kleinen Mengen zu bestellen, nehmen wir gern an: Erstmal drei Tapas für Erwachsene, je zwei für die Kinder. Sobald die erste Bestellung angekommen ist, kann direkt die nächste Runde bestellt werden, so kommen keine langen Pausen auf und die Leckereien werden nicht kalt.
Aus der riesigen Auswahl an Streetfood-Häppchen aus aller Welt bestellen wir:
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- Mexican Pork Taco
- Bacon Cheese Burger
- Pincho Plank Steak
- Swedish Meatballs
- Fish & Chips
- Baked Feta Cheese
- Nocellara Olives
- Greek Salad
- Viral Vodka Pasta
- Loaded Fries
- Smokey Cauliflower
- Oriental Edamame
- Garlic Bread
- Regular Potato Fries
- Pizza Margherita
Natürlich nicht alles gleichzeitig und einiges auch doppelt und dreifach. Und auch wenn uns der erste Blick auf die Karte etwas überrascht hat: Nudeln mit Trüffel, Vodka-Pasta, scharfe Maiskolben… Ob da was für die Kinder dabei ist? Zum Glück wird nicht auf die Klassiker verzichtet, und die kindgerechten Portionen werden schick angerichtet: Fish & Chips im Mini-Frittierkörbchen, Pommes im silbernen Eimerchen. Die kleinen Gerichte werden in zwei Etagen auf Augenhöhe platziert, alles schmeckt lecker, sieht toll aus, macht Spaß, und nach zwei Runden sind die Kinder satt. Wir Eltern trauen uns noch eine kleine dritte Runde zu, bevor die Stimmung kippt, denn nach einer guten Stunde laden die großzügigen Räumlichkeiten zum Rennen und Toben ein.
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Zwischendurch flitzten die Kinder immer mal wieder durchs Restaurant oder setzen sich gemütlich lesend in den Gang – anfangs kein Problem, weil wir früh da waren, und Personal sowie Gäste blieben entspannt, freundlich und verständnisvoll. Mit der Zeit füllten sich die Tische um uns herum, und niemand möchte, dass Mitarbeiter:innen mit Händen voller Tapas über kleine Rennmäuse stolpern. Auf einen Nachtisch haben wir wegen der gigantischen Zuckerwatte-Cocktails dann schweren Herzens verzichtet – den heben wir uns fürs nächste Mal auf.
Kurz und knapp: Online Tisch reservieren, wo ihr auch nach der Anzahl der Kinder gefragt werdet, App runterladen, hingehen, schlemmen. Auch für wählerische Kinder gibt es viel Auswahl. Nicht unbedingt günstig, finden wir die Preise dennoch fair für das komplette Erlebnis. Mit etwas geduldigeren Kindern klappt auch ein Abendbesuch – dann heißt es zwar ein bisschen länger warten, aber bei dem guten Essen lohnt sich das. Für alle Eltern mit Kita-Kindern empfiehlt es sich, lieber früher zu kommen und auf dem Heimweg noch einen Spielplatzbesuch einzuplanen.
Wir kommen auf jeden Fall wieder – mit und ohne Kinder.