© Marina Scharenberg
Rotkäppchen
Nach einem langen Arbeitstag bleibt die Küche zuhause kalt. Stattdessen testen wir das Rotkäppchen im Viertel und erleben einen stilvollen Abend mit gutem Essen und einem Hauch Märchenstimmung.
Es war einmal in den 1950er Jahren, da entstand das erste Café Rotkäppchen am selben Ort, und entwickelte sich zum beliebten Treffpunkt im Viertel, bis zum Abriss des Gebäudes in 2018. Während des folgenden Dornröschenschlafs wurde das Grundstück als Pop-up-Garten genutzt, bis schließlich im Neubau 2023 ein erfahrener Bremer Gastronom das neue Rotkäppchen eröffnete.
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Rotkäppchen
Unsere Reservierung klappt ganz einfach über das Formular auf der Website – kaum abgeschickt, erhalten wir wenige Minuten später die Bestätigung für unseren Tisch zu dritt.
Wir werden freundlich empfangen und an einen Vierertisch geführt. Von außen wie innen wirkt das Rotkäppchen modern, stilvoll und aufgeräumt. Die Tische eignen sich vor allem für Paare, aber auch kleine Gruppen bis etwa acht Personen. Trotz der wachsenden Gästeschar bleibt es angenehm ruhig, dafür sorgen viele Schall-Dämmplatten an den Wänden. Ein Plus für alle, die gerne entspannt essen, ohne sich anschreien zu müssen. Die Einrichtung ist schlicht, edel und angenehm reduziert – ohne übertriebene Märchen-Deko, aber mit kleinen, liebevollen Akzenten: Am Eingang liegen alte Rotkäppchen-Bücher aus, auf dem Weg zu den WCs hängen gerahmte Illustrationen und Textpassagen zum bösen Wolf.
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Ein Blick auf die Karte zeigt: Hier geht’s nicht um Märchen, sondern um solide Küche. Zur Auswahl stehen Vorspeisen, Suppen, Salate, Pasta, Bowls sowie Fisch- und Fleischgerichte. Dazu gibt es eine wechselnde Wochenkarte mit saisonalen Gerichten. Ein Kindermenü entdecken wir nicht, deshalb entscheidet sich Isabel für den Cheeseburger mit Pommes (19,50 €). Die Erwachsenen wählen den Chicken-Burger mit Pommes (17,50 €) und Scampis mit Salat, Aioli und Baguette (8 Stück für 24,50 €).
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Das Essen kommt zügig und ist hübsch angerichtet. Isabel isst fast alles auf und ist danach so satt, dass sie schweren Herzens auf ein Dessert verzichtet. Dabei kann sich die Nachspeisenauswahl sehen lassen: Tiramisu, Mandeltarte und Mousse au Chocolat stehen zur Wahl.
Auch Hunde sind hier willkommen, wie wir im Laufe des Abends beobachten können. Auf Nachfrage erfahren wir von der freundlichen Bedienung auch, dass es durchaus Kindergerichte gibt, etwa Pasta oder Pommes, sie stehen nur nicht auf der Karte. Wer bei der Reservierung Wünsche angibt, dem wird hier im Rahmen des Möglichen gern etwas Passendes gezaubert. Fast wie im Märchen
Gut zu wissen: An den Feiertagen, am 25., 26. und 31. Dezember ist geöffnet, und wer ein Familienfestessen außer Haus plant, sollte schnell reservieren. Neben der festlichen Wochenkarte werden auf Vorbestellung auch Menüs für Gruppen ab zehn Personen zusammengestellt. Ende gut, alles gut.
Fazit: Trotz märchenhaftem Namen ist das Rotkäppchen kein Ort mit Kinderfokus – dafür aber mit sehr gutem Essen, durchdachter Akustik und stilvollem Ambiente. Die Preise sind gehoben, die Portionen gut.
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